29.10.2019

Reinhard schreibt:

Das Wunder von Düsseldorf...oder:  Hoffen bis zur letzten Kugel !

 

Wahnsinn, wir haben es tatsächlich geschafft: Unser LBC ist wieder in der Bundesliga vertreten und das nur ein Jahr nach dem Abstieg. Es war ein Wochenende der Emotionen, der Enttäuschungen und in der allerletzten Sekunde der überschäumenden Freude.
Denn den Aufstieg haben wir nicht allein aufgrund unserer eigenen Leistung geschafft (obwohl es möglich gewesen wäre), nein, wir waren auf fremde Hilfe angewiesen. Und zwar genauer gesagt auf zwei Hilfen: Zunächst, Hilfe Nr. 1, die Nachricht, dass sich der Verein um Jan Garner, VFPS Osterholz, aufgelöst hat. Dadurch durften die ersten vier Mannschaften der Relegation aufsteigen.

 

Aber der Reihe nach: Nach einem guten Start - zwar eine 2 : 3 Niederlage gegen Zehlendorfer TSV Berlin - aber gut gespielt, dann eine völlig unnötige und nicht erwartete Niederlage gegen KfK Münster. Somit 0 : 2 und die Stimmung dementsprechend gedrückt. Trotzdem nochmal pushen und tatsächlich, gegen TSV Krähenwinkel-Kaltenweide konnte knapp 3 : 2 gewonnen werden.
Allerdings waren unsere Chancen insgesamt auf ein Minimum gesunken und keiner hatte uns auf der Rechnung - ehrlich gesagt wir auch nicht so richtig...
Denn am Sonntag wartete der eigentlich härteste Brocken auf uns, der BAWÜ-Meister BC Achern, gespickt mit etlichen Franzosen und für alle der Aufstiegsfavorit. Aber es sollte anders kommen, nach einer wahren Glanzleistung unserer Mannschaft hieß es am Ende 3 : 2 für den LBC.

Gespanntes Warten auf die Tabelle – geht da noch was ? Den Spielplan der letzten Runde studieren – wer gegen wen... Und tatsächlich, plötzlich hatten wir noch eine Chance durch eigene Kraft den vierten Platz zu erreichen. Allerdings sicher nur mit einem 5 : 0  Sieg gegen den Ost-Meister La Boule Rouge Dresden. Was für eine Aufgabe...

Wie stellen wir auf um das Unmöglich zu schaffen ? Nach Tripletten stand es 2 : 0 für uns, dann 3 : 0 und in den beiden anderen Partien führten wir. Sollte es wirklich noch klappen ?

 

Dann hieß es von der Turnierleistung hinter vorgehaltener Hand "...4 : 1 reicht euch auch..." . Aber es sollte ganz anders kommen: Beide Doubletten gingen doch noch  verloren, nur 3 : 2 gewonnen... 

Hängende Köpfe, Enttäuschung pur, was wird das für eine besch...Rückfahrt !

Dann der Hinweis: "Schaut euch mal die letzte Partie an und drückt Viernheim die Daumen, dort steht es 2 : 2 und wenn Viernheim gegen Achern gewinnt, seid ihr in der Bundesliga…".

Und so kam es zu unserer Hilfe Nr. 2:  Beim Stande von 11 : 11  eine denkwürdige letzte Aufnahme in der PC Viernheim eigentlich keine realistische Chance mehr auf den Sieg hatte (und wir damit auf den Aufstieg), aber drei Löcher und eine verlegte Kugel der Franzosen im Acherner Team, bei einem Kugelvorteil von 4 zu 1 (!!!), sollten die Entscheidung zum 3 : 2 für PC Viernheim bringen.
 
Unglaublicher Jubel bei uns, Umarmungen, Glückwünsche...  Und: Habe ich da und dort ein feuchtes Auge gesehen...?

Jetzt heißt es vernünftige Planungen für 2020 machen, damit wir dieses Mal hoffentlich die Liga halten können.

Siehe auch: DPV-Abschlusstabelle und Pressespiegel (zwei Artikel)

...und im Gästebuch eine Gratulation

RS/uh

21.10.2019

Sommerranglisten-Abschlussturnier und Vereinsgeburtstag

 

Über den sportlichen Teil des Tages berichtet Reinhard:

Es war ein fast intimer Vereinsgeburtstag...

Zwei Tage vorher hatten wir noch überlegt, das Sommerranglisten-Abschlussturnier und die Geburtstagsüberraschung abzusagen. Zum einen war die Wettervorhersage mehr als schlecht - und zwar für den Tag wie auch für den Abend - zum anderen war die Beteiligung nach einigen kurzfristigen Absagen doch sehr überschaubar.

Aber manchmal wendet sich alles zum Guten: Nicht nur, dass das Wetter mitspielte (sogar die Sonne ließ sich blicken),  nein, es herrschte eine lockere, lustige und entspannte Stimmung.

 

Aber der Reihe nach:

Zunächst galt es die Platzierten der Sommerrangliste zu ehren: Petra W. konnte etliche "alte Hasen" hinter sich lassen und erreichte einen ganz tollen 3. Platz, der mit einer Flasche Schampus belohnt wurde.  Tonio  durfte als Zweitplatzierter einen Barolo mit nach Hause nehmen. Sieger wurde Reinhard, der sich über einen schönen französischen Aperitif freute.

(Die vollständige Tabelle der Rangliste ist im Menü unter Verein / Aktuelle Rangliste zu finden.)

 

Anschließend kämpften vierzehn Spielerinnen und Spieler  in vier Runden bei milden Temperaturen im Abschlussturnier um Punkte und Siege. Zu einer besonders bemerkenswerten Begegnung kam es dabei in der zweiten Runde, als echte Frauenpower auf dem Platz zu sehen war: Anne, Eddi und Silke  ließen  dem hoch favorisierten Team   Eike, Jonas und Lasse keine Chance und gewannen  13 : 4 !

In den Pausen wurde das wieder tolle und reichhaltige Buffet genossen, natürlich wurde  auch das ein oder andere Getränk nicht verschmäht...

Und zwischendurch wurde in zwei Abschnitten ein Tireurwettbewerb angeboten.

 

Hier der Endstand des Abschlussturnieres:

           Pl.                                +   Pkt.
  1 Silke 20
    Reinhard 3 20
  3 Jonas 3 9
  4 Peter 3 4
  5 Tonio 3 3
  6 Peter W. 3 2
  7 Eddi 2 17
Pl.                                +   Pkt.           
8 Mark 11  
9 Udo 2 -7  
  Lasse 2 -7  
11 Anne 1 -11  
  Eike 1 -11  
13 Hinrich Kählert 0 -15  
14 Norbert W. 0 -20  

Als Preis für den Letztplatzierten bekam Norbert W. eine kleine Tüte mit „Aufbaunahrung“. Die drei Spitzenreiter erhielten einen kleinen Pokal, eine Urkunde und eine Flasche WeinReinhard durfte / musste dann noch das rosa Wander-Schwein mit nach Hause nehmen.

Im Tireurwettbewerb der Frauen setze sich Eddi durch und freute sich über die Medaille „Tireuse“.
Bei den Männern konnte  Jonas mit dem letzten Schuss, einem Carreaux ( neun Meter, hintere Kugel), Lasse noch vom Siegerpodest verdrängen und sich  eine entsprechende Medaille umhängen lassen.
Allerdings musste nach heftigen Protesten der Videobeweis aus dem Kölner Keller angefordert werden - Millimeter brachten die Entscheidung...

Utas Impressionen vom unterhaltsamen Tagesausklang:

Viele waren geladen, 17 gekommen zu unserem Treffpunkt am Burgtor. Ich kann nur sagen: "Wer nicht kam, hat etwas verpasst !"
Schon der Beginn war zauberhaft: Ein Miniaturzirkus beglückte uns auf der Plattform des Hansemuseum.

Es folgte Lübecker Ganggeschichte im Rosengang. Es wurde dort (wie auch an fast allen anderen Stationen), ein leckerer Snack gereicht.
Danach besuchten wir eine berühmte Schokoladendesignerin, (kürzlich in Japan gekürte, amtierende Weltmeisterin der Schokolatiers !) und durften von ihren Köstlichkeiten probieren.
Weiter ging es in die Engelgrube, wo mich ein Pestleicheneinsammler erschreckte - sehr zum Gaudi der Gruppe...
Danach landeten wir in einem ehemaligen Lübschen Badehaus, jetzt Hotel. Ein temperamentvoller Vortrag über Lübecker Bade und- Baugeschichte erfreute uns. Bei einem Glas Rosé endete der Rundgang und ein toller Abend.

Alle Fotos von AnnePeter und Jonas. Vielen Dank !

RS/UB/uh

 Die Abschlusstabelle der LBC-Sommerrangliste 2019

Sortiert nach...

1. Siegen

2. prozentualer Anteil der Siege an den gespielten Partien

(offizielle Abschlussrangliste)

Sortiert nach...

1. prozentualem Anteil der Siege an den gespielten Partien

2. Anzahl der gespielten Partien

(kleine Zahlenspielerei...) 


Die Abschluss-Rangliste als Download
Sommer-Abschluss-Rangliste.pdf
Adobe Acrobat Dokument 28.1 KB

16.10.2019

Boulistische Grüße aus der Provence

 

[…] Zum Aufwärmen gab es erst einmal einige Teilnahmen an lokalen Melée- und Formée-Turnieren, bei denen unter dem Strich mehr Preisgeld eingespielt wurde als Startgebühr entrichtet worden war...
Hieß es in den vergangenen Jahren noch: "Oh non - les Allemands, 'offentlisch werde isch nicht mit denen zusammengeloest", konnte man in diesem Jahr eher vernehmen : "Ahh ! Les Allemands, 'offentlisch bekomme ich eine oder einen zugeloest !", oder: " 'Offentlisch nischt widder contre les Allemands -"... Wir haben uns wirklich gut präsentiert und unsere Erfolge bei gutem Essen in Restaurants und sehr gutem Essen in unseren Appartements gebührend gefeiert.

Höhepunkt der sportlichen Aktivitäten war, wie im vergangenen Jahr, die Teilnahme an der Turnierserie "Les huit jours de l'olivier de Nyons", wo sich wieder die besten Spielerinnen und Spieler der Welt ein Stelldichein gegeben haben.

Das Herren-Team (Hans, Werner, Norbert) konnte auf mit etwas Split bestreutem abschüssigem Asphalt die erste Partie gegen junge Männer aus Alp d'Huez gewinnen, hatte somit die Barrage sicher, bekam dann allerdings seine Grenzen aufgezeigt und konnte nach dem dritten Spiel seine volle Aufmerksamkeit den Damen (Eddi, Rosy und Bruno) widmen.
Diese waren zu ungewohnt früher Stunde im ersten Spiel noch nicht ganz bei der Sache und mussten sich damit zufrieden geben, ein "Fanny" abgewendet zu haben.


Die zweite Partie gegen drei Damen aus Valence wurde dann aber souverän gewonnen, so dass unsere Mädels die Barrage spielen durften, wieder gegen die jungen Frauen aus der ersten Begegnung, die während des Einspielens schon mal zeigten, was sie vorhatten: drei Schiesserinnen, die jetzt endlich das "Fanny" spielen wollten ! Das geht aber nicht, wenn man nach zwei Aufnahmen 0 : 5 zurückliegt. Zwar kamen sie heran und gingen auch kurz in Führung, aber die Lübeckerinnen schickten die Französinnen nach einem sehr spannenden Spiel nach Hause. Das erste Preisgeld war somit eingespielt.

Der Schiedsrichter beglückwünschte unser Team ausdrücklich, gab aber zu Bedenken, dass in der kommenden Runde identische und nicht nur ähnliche Spielbekleidung vorgeschrieben sei. Damit hatten wir nicht gerechnet. Jetzt betraten die einheitlich gekleideten Damen aus Valence, die den Poule nicht geschafft hatten, wieder die Bühne und boten einen Trikottausch an, der dankend angenommen wurde.
In der vierten Runde lieferten Eddi, Rosy und Bruno ihren jungen Gegenspielerinnen einen packenden Sechskampf, in dem beide Teams die 13 auf der Hand hatten, letzten Endes jedoch die Mannschaft aus dem Heimatland des Pétanque die nächste Runde erreichte.
Glücklich und zufrieden wurde sodann der Rücktausch der Trikots vorgenommen und mit einigen Bieren und Rosés der Duft fremder Körper neutralisiert.

In den Finalspielen des folgenden Tages, konnten wir wieder die Klasse von Montoro, Puccinelli, Sarrio, Darodes und Peyrot bewundern, und  sehen, dass auch diese Ausnahmespielerinnen und -spieler eine schwache Phase haben können.


Nach diesem Highlight wandten wir uns wieder den kleinen lokalen Turnieren zu, auf denen auch schon mal 30 bis 40 Tripletten um das Preisgeld kämpfen und strichen wieder den einen oder anderen Schein ein, genug um die Anzahlung für den nächsten Provence-Urlaub (fast) zu leisten...

NW/uh