16.07.2019

Boule de Bastille

 

Michael schreibt:

Am 14. Juli fand das zweite Lübecker Bouleturnier Boule de Bastille anlässlich des französischen Nationalfeiertages statt. Gespielt wurde auf dem CdB-Platz an der Hüxwiese. Der Spielmodus war Mêlée mit fünf garantierten Runden, der Spielpartner wurde also am Anfang für das gesamte Turnier zugelost.

Das Turnier war insgesamt super organisiert mit Catering und toller Livemusik von Tobias Thiele aus Berlin. Veranstalter war die Lübecker Linke. Das Wetter war leider etwas kühl, aber immerhin hat es nicht geregnet. Vom Lübecker Boule Club waren aktiv mit dabei: Silke, Eike, Udo, Kazäk, Conny, Hinrich Kählert und ich. Diverse weitere LBCler fanden sich aber auch unter den zahlreichen Zuschauern ein.

Mit meinem Spielpartner Falco von Redboule aus Bad Segeberg hatte ich richtig Glück, wir haben uns spieltechnisch super verstanden und konnten die ersten vier Spiele deutlich gewinnen. Mit diesen vier Siegen standen wir dann im Finale gegen Kazäk und seinen Partner von den "Linke Boulern", die ebenfalls vier Siege auf dem Konto hatten.

Unter Publikum wurde dann das Endspiel vorgezogen und ausgespielt. Und dann war unser Schwung, unser "Rückenwind" einfach weg. Obwohl Kazäk mit seinem Partner sichtlich unzufrieden war, konnte er uns mit seinen drei Kugeln doch immer noch in große Bedrängnis bringen. Schnell gab es einen großen Punkterückstand für uns und mit 6 : 13 war die Sache dann erledigt...

Wir freuten uns über unseren zweiten Platz und Kazäks Erfolg.

MS/uh

14.07.2019

Abenteuer Marseille

 

Jonas schreibt:

Reinhard, Norbert L. und ich brachen am 5. Juli gut gelaunt und neugierig zur diesjährigen Reise nach Marseille auf. Welche Abenteuer würden uns dieses Mal erwarten ? Nun, auf die brauchten wir nicht lange zu warten.

Unser Zug von Hamburg nach Baden-Baden hatte lächerliche neun Minuten Verspätung, aber der TGV nach Marseille wartete nicht. Für uns hieß das: Warten, neue Verbindungen, zweimaliges Umsteigen und Ankunft erst um 0:12 Uhr statt, wie geplant um 21:46 Uhr. Die Wartezeit verbrachten wir mit zahlreichen Telefonaten mit unserem Vermieter (wegen der Schlüsselübergabe) und mit AVIS, weil wir unseremn Mietwagen ja nicht mehr abholen konnten.

Letztendlich brachte uns ein Taxi zu unserem Ferienhaus, Ankunft um 1:45 Uhr... Zum Glück lag der Schlüssel wie vereinbart unter der Fußmatte...

Der Samstag stand dann im Zeichen der Vorbereitungen: Mietwagen abholen, Einschreibungsunterlagen im Parc Borély abholen, zum Spielgelände fahren und schon mal das Terrain testen, einspielen. Letzteres leider ohne Erfolg: Nach der ersten Runde war die Marseillaise erledigt.

Ab Montag hieß es dann Urlaub: Baden im lauwarmen Mittelmeer, kulinarisches Verwöhnprogramm von Maître Norbert genießen und jeden Tag Begleitturniere in La Ciotat 3:3 oder 2:2 spielen. Natürlich war das auch ein Treffpunkt mit vielen bekannten Gesichtern aus Berlin, Köln, Schweden usw., und wieder war der Vice-President des texanischen Bouleverbandes, Jim Schwobel, vor Ort und hat uns im Vorfeld mit allen nötigen Informationen versorgt.

Hier konnten wir teilweise glänzen: Immerhin schafften Reinhard und ich es, im Doublette den französischen Gegnern zur allgemeinen Verblüffung ein Sechser-Päckchen einzuschenken !

Ein weiterer Höhepunkt war die Hitzeschlacht im Triplette: Nachdem wir die erste Runde gewinnen konnten, warteten anschließend die Lokalfavoriten auf uns. Wir sahen uns einer 90prozentigen Schussquote gegenüber. Wir wehrten uns mit allen spielerischen und taktischen Mitteln (inklusive Sau-Ausschießen auf 10 Meter), mussten uns aber nach über zwei Stunden und vierzig Grad Hitze mit 10 Punkten zufrieden geben.

Viele Zuschauer haben das Spiel gesehen und wir haben viele anerkennende Worte erhalten. 

Norbert und ich spielten am Donnerstag in der zweiten Runde Doublette gegen zwei tunesische Nationalspieler. Trotz guter Leistungen reichte es gegen die spielerische Übermacht nur zu einem Punkt.

 

Freitag unternahmen wir noch einen Stadtbummel und besuchten ein abenteuerliches OBUT-Verkaufslager in einem heruntergekommenen Vorort von Marseille.

Dann ein letztes Baden, ein letztes Boulespiel und ein letztes Abendessen von unserem Chef de Cuisine Norbert...

Natürlich hatten wir auf der Rückfahrt mit der Bahn Verspätung... Aber insgesamt war es mit allem Drum und Dran eine tolle Woche !

 

Ach ja: Natürlich haben wir uns das Finale der Marseillaise im alten Hafen vor über 3000 Zuschauern angesehen.

Und als ich das sah, dachte ich mir: "Ich möchte auch einmal im Finale spielen...". 

JH/uh

08.07.2019

Landesmeisterschaft Mixte

 

Norbert schreibt:

Am 6. Juli fand in Boostedt bei spätherbstlicher Witterung die Landesmeisterschaft Mixte statt. Wenngleich einige LBCler sich nach Marseille in wärmere Gefilde zurückgezogen hatten, war unser Verein doch so zahlreich vertreten, dass man sogar an einer Stadtmeisterschaft hätte teilnehmen können (siehe Bericht vom 30. Mai). Rosy und Hans, Silke und Mauricio sowie Angela und Dietmar erstritten nach vier Runden nach oben und unten abgesicherte Mittelfeldpositionen, während Eddi und Fred, wie auch Uschi (BSV) und Norbert W. in die B-Finalrunde einziehen durften. Hier mussten sich Uschi und Norbert den Ex-LBClern Petra und Frank beugen, während Eddi und Fred zügig bis ins Finale marschierten, wo sie die Chance auf eine Revanche gegen Ulrike Herbst und "Thom", denen sie in der dritten Runde unterlegen waren, bekamen und nutzten, so dass sie nach mehr als dreizehn Stunden die wertvollen Trophäen der Sieger im B-Finale in Empfang nehmen konnten.

 

Bei dieser Spitzenveranstaltung des norddeutschen Boulesports wurde wieder offenbar, wie viel Wahrheit in der kürzlich veröffentlichen internationalen Studie über psychisch-emotionale Belastungen bei Verlierern, aber auch bei Siegern, im Pétanque besteht (siehe unten, 3. Juli). Mitunter waren unsere unterlegenen Kontrahenten so niedergeschmettert und frustriert, dass auch unsere Entschuldigungen und Beteuerungen, es mit dem Sieg nicht persönlich gemeint zu haben, ins Leere liefen, und der gemeinsame Gang zum Melden des Ergebnisses von Beiden wie ein Gang zum Schafott empfunden wurde. Wir gingen dann gesenkten Hauptes und mit schwersten Schuldgefühlen in die Pause, um zu überdenken, wie wir so eine unangenehme Situation in der kommenden Runde umgehen könnten. Vielleicht durch eine Niederlage... Das hat in der vierten Runde - Gott sei Dank ! - geklappt.

Um Schmähungen der Unterlegenen sowie Bekrönungen der Sieger nicht auf die Spitze zu treiben, wird an dieser Stelle auf die photographische Zurschaustellung der Protagonisten verzichtet.

 

Kurzbericht zur LM Mixte, PV Nord

NW/uh

03.07.2019

(Quelle: EJZ, 29. 6. 2019)

uh

02.07.2019

Urlaubsgrüße aus Frankreich

 

Norbert schreibt:

Wir befinden uns im Jahr 2019 A. D.. Ganz Gallien macht sich zu dem kleinen bretonischen Dorf Perroz-Guirec auf, um seine Geschicklichkeit beim 1. National im Pétanque miteinander zu messen.


Ganz Gallien ?! Nicht nur ! Das von unbeugsamen Boulisten bevölkerte Dorf Lubeca entsendet ein Quartett, das den Galliern zeigen soll, wo Barthel den Most holt: Eddi, Uschi, Charly und Norbert.

Die Einheimischen sind zwar mit allen Wassern (des Atlantiks) gewaschen, jedoch ist Norbert seit einiger Zeit kundig in der Zubereitung eines Zaubertrankes, den es in der Bretagne merkwürdigerweise an jeder Wegebiegung für ein paar Silberlinge unter dem Namen "Cidre" zu kaufen gibt. Und damit (absolut regelkonform) gestärkt können die Germanen den Gastgebern so manche knifflige Aufgaben stellen, die von den listigen Galliern jedoch meistens unter vielfachem Gejohle gelöst werden können. Auch wenn die Erleichterung über die Siege den Bretonen ins Gesicht geschrieben steht, bleibt uns nach drei Runden nur noch, den restlichen Zaubertrank zu genießen, auf dass er bei den Frauen Wirkung zeige, die am folgenden Tag eine weitere Möglichkeit haben, sich mit der gallischen Weiblichkeit zu messen. Nach drei Runden dürfen Eddi und Uschi zu frischen Austern und kühlem Rosé übergehen, während die anderen Damen weiter spielen müssen...

 

Im kommenden Jahr werden wir erneut versuchen, den gallischen Boulisten das Fürchten zu lehren. Die freuen sich schon auf uns... (Was mag das wohl bedeuten ?)

NW/uh

02.07.2019

Slöttwater-Pott-Doublette-Mixte in Schwerin

 

Hans schreibt:

Am 29. Juni fand das Turnier mit 32 Mannschaften an der Megalopolis-Säule vor dem Schweriner Schloss bei hochsommerlichen Temperaturen statt. Neben dem sportlichen Teil der Veranstaltung wurden auch kulturelle Beiträge dargeboten: Mark aus Schwerin spielte zum Auftakt auf einem Biniou (einer kleinen bretonischen Sackpfeife) und am Nachmittag trat eine Capoeira-Truppe auf, die uns mit Musik und Rhythmus die brasilianische Kampfkunst näher brachte.

Vom Lübecker Boule Club waren Silke mit Michael, Uta mit Jürgen, sowie Rosy mit Hans angetreten.

Nach vier Runden und vier Siegen rangen im Finale  Silke und Michael gegen Oyu Mass und Michael Bosold um den Turniersieg. Leider hatten Silke und Michael am Ende gegen die Jugendnationalspielerin mit ihrem Partner das Nachsehen, waren mit dem zweiten Platz aber sehr zufrieden.

Für die Sieger gab es Sach- und Lachpreise, alle Startgelder wurden für das Schweriner Hospiz gespendet. In diesem Zusammenhang gilt unser besonderer Dank dem Organisator Ralph Poschmann !

Am Abend konnten die Boulspieler dann noch das Musical Anatevka an der Megalopolis-Säule hören.

Finalteilnehmer Michael schreibt:

Am 29. Juni hat Silke mit mir bei herrlichstem Wetter und vor traumhafter Schlosskulisse an einem sehr netten Turnier in Schwerin teilgenommen. 

Fünf Spiele waren garantiert. Nach vier Siegen standen wir überraschend im Finale. Da nur zwei Mannschaften vier Siege nach vier Spielen hatten wurde das Finale vorgezogen und es wurde vor großem Publikum gespielt. Hier mussten wir uns dann leider deutlich mit 3 : 13 gegen Oyu Sophie Maaß und Michael Bosold geschlagen geben. Aber den zweiten Platz hatten wir sicher !

Vom LBC waren auch am Start: Uta mit Jürgen, Rosy mit Hans, Hannes, Frank und Cornelia mit jeweils anderen Partnern.

Das Startgeld wurde, wie schon im vergangenen Jahr, dem Hospizverein Schwerin gespendet. Unseren Sachpreis, unter anderem einen 25-Euro-Bio-Café-Gutschein haben wir noch am selben Abend verfeinert...

Insgesamt war es ein super Turniertag, an dem wirklich alles zusammen passte.

HB/MS/uh